Nussecken




Endlich, nach fast vier Jahren, habe ich das Nussecken-Rezept ausprobiert, das meine liebe Cousine Christina in unsere Hochzeitszeitung geschrieben hat.

Dazu habe ich zuerst einen Knetteig hergestellt: 300g Mehl und einen gestrichenen Esslöffel Backpulver auf die Arbeitsfläche sieben. Darauf 130g Zucker verteilen. Eine Kuhle hineindrücken und 2 Eier sowie 130g weiche Butter in Flöckchen darin versenken. Diesen Teig habe ich per Hand geknetet, per Küchenmaschine geht es natürlich auch. Per Hand macht es aber mehr Spaß. :-)




Den Teig habe ich dann in einer gefetteten Backform ausgerollt. Die ist etwas kleiner als ein Backblech, ich schätze 25 mal 35 Zentimeter.




Auf den Teig habe ich dann Aprikosenkonfitüre gegeben. Es waren etwas mehr als die drei Esslöffel, die in Christinas Rezept standen - das hat aber später nicht gestört, im Gegenteil!




Für die Füllung werden 200g Butter mit 200g Zucker und 2 Päckchen Vanillezucker in einen Topf gegeben. Bei mittlerer Hitze schmilzt die Butter langsam, und der Zucker löst sich auf.





Jetzt kommt die Hauptzutat ins Spiel: Haselnüsse, und zwar 200g gehackte und 200g gehobelte Nüsse. Diese werden zusammen mit 4 EL Wasser mit der Zucker-Butter-Masse vermischt.




Diese Mischung ergibt eine schweineleckere, klebrige Masse, die dann auf den Knetteig mit der Aprikosenmarmelade gegeben und dort verstrichen wird.




Die Nussecken kommen jetzt bei 180° Ober-/Unterhitze für 25 Minuten in den Backofen. Hier ist etwas, was ich das nächste Mal noch anders machen würde: Entweder würde ich sie noch etwas länger im Ofen lassen, oder die oberste Schiene benutzen. Dann hätte der Zucker auf der Nuss-Masse noch etwas mehr karamellisieren können.
Nach ca. einer halben Stunde war alles soweit abgekühlt, dass ich die Nussecken als Ganzes aus der Backform stürzen konnte. Ich habe sie noch ein paar weitere Minuten abkühlen lassen und dann Dreiecke daraus geschnitten.




Die Ecken habe ich eher kleiner geschnitten, was auch ganz gut war, denn sie sind sehr, sehr süß. (Nicht dass wir uns falsch verstehen - sehr, sehr süß bedeutet sehr, sehr gut.) ;-)
Schließlich sollte noch Schokolade auf die Nussecken.
Ich habe die Schokolade diesmal in einem  zugeknoteten Gefrierbeutel im Wasserbad geschmolzen. Das hat super funktioniert, denn die eingeknotete Luft hat den Beutel in Position gehalten, während die Schokolade langsam geschmolzen ist. Als sie komplett flüssig war, habe ich eine kleine Ecke des Beutels aufgeschnitten und die Schokolade in wilden Mustern über den Nussecken verteilt.




Das Geschmack: Von Anfang an sehr, sehr lecker. Die Konsistenz: Wurde mit jedem Tag besser. Am Freitag abend habe ich die Nussecken gebacken, und am Montag im Büro sind die letzten weggegangen. Da waren sie perfekt, würde ich sagen. Also: Diese Leckereien sollte man zwei Tage backen, bevor sie benötigt werden.

Mit dem Rest der Schokolade habe ich noch etwas experimentiert. Denn ein paar Tage zuvor gab es im Supermarkt kostenlose Proben von Milka Rispelli-Kugeln und kleine Tütchen mit schokoladenüberzogenen Salzbrezeln. Kann sein, dass ihr euch da schütteln müsst, aber ich finde die Kombination von süß und salzig ganz toll. Die Brezeln fand ich super, bin aber fast umgefallen, als ich den Preis im Regal gesehen habe. Ich glaube, es waren 2,40 Euro für nicht mal hundert Gramm. Ne, hab ich mir gedacht, cleveres Marketing hin oder her, das sind sie mir nicht wert. Muss auch nicht, denn selbst ist die Frau: Mit der übriggebliebenen Schokolade habe ich selbst kleine Salzbrezeln überzogen. Oder vielleicht eher: überschüttet.




Die waren zugegebenermaßen nicht ganz so lecker wie die von Milka. Aber schon ziemlich gut, und eine tolle Verwendung für den Rest Schokolade!




1 Kommentar:

  1. Sieht sehr, sehr lecker aus. Und das obwohl ich sonst kein Nussfan bin!

    Liebe Grüsse

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