Rückblick

[Edit] Wenn euch das Bild der roten Quilting-Torte zu diesem Post geführt hat, könnt ihr inzwischen hier eine Anleitung für das Erstellen von Quilting-Mustern lesen: klick!

In den letzten Wochen habe ich sooo viel gebacken, ausprobiert und gelernt. Leider habe ich fast gar nicht darüber geschrieben, weil ich immer dann, wenn ein bisschen Zeit übrig war, gleich mit dem nächsten Projekt anfangen wollte. Die Anzahl der Fotos hält sich auch in Grenzen, weil so viel Neues und Spannendes dabei war, dass ich oft einfach nicht daran gedacht habe.
Das soll sich in Zukunft wieder ändern. :-) Der Blog soll ja auch eine Chronik und ein Nachschlagewerk für mich selbst sein, und da ist es schade, die spannendsten Dinge aussen vor zu lassen!
Also ist hier immerhin ein kleiner Rückblick auf die letzten Wochen:

Candy Melts

 


Candy Melts werden in amerikanischen Quellen oft als Überzug z.B. für Cake Pops verwendet. Ich hatte sie auch schon im Laden gesehen, dachte aber immer, dass sie vermutlich sehr künstlich schmecken. Vor ein paar Wochen habe ich den Betrag von 3,86 Euro investiert und sie einfach mal ausprobiert.
Dafür habe ich noch einmal die Schokoladenpralinen hergestellt, diesmal aber mit einer Hälfte weisser Schokolade und einer Hälfte Candy Melts, so dass sie zweifarbig waren:


Fazit:
  • Candy Melts schmecken ziemlich gut, ein bisschen künstlicher als Schokolade, aber ganz ähnlich
  • sie lassen sich genauso wie Schokolade schmelzen und verarbeiten
  • Für zweifarbige Schokoladenpralinen sollte man zuerst eine Farbe in die Förmchen geben und diese ganz trocknen lassen. Dann die Ränder, die sich vielleicht hochgezogen haben, abbrechen, und dann erst die andere Farbe darüber geben
  • Beim Spritzen der Schokolade und der Candy Melts in die Förmchen war die Masse zuerst gar nicht glatt, man konnte sie aber wunderbar mit einem Zahnstocher glattrühren.

 

Erdbeerschnitten

 


Hier habe ich ein Rezept aus der LECKER Bakery Nr. 3 nachgebacken. Der Boden ist ein Mürbeteig, die rote Füllung besteht aus TK-Erdbeeren, Zitronen, Eigelb und Stärke. Jan fand sie super, mir selbst waren sie zu sauer. Die Konsistenz war leider etwas zu weich, was daran lag, dass ich es nicht geschafft habe, die Stärke glattzurühren (was hab ich da bloß falsch gemacht?!?) und deshalb später die Hälfte der Stärke als Klümpchen heraussieben musste.

Johannisbeertorte mit Marzipan-Überzug

 


Dieses Back-Erlebnis war zweigeteilt. Das Tolle war: Ich habe zum ersten Mal eine richtige Torte gebacken. Mit eigenem Biskuit, einem Tortenring, Blattgelantine...lauter Dinge, die ich vorher noch nicht gemacht hatte, und die super funktioniert haben. Das Rezept kann ich sehr weiterempfehlen, die Torte war fruchtig, locker und lecker.
Das nicht so Tolle war: Bei der Deko habe ich etwas rumprobiert, und bin dabei ziemlich verzweifelt. Im August möchte ich eine Hochzeitstorte herstellen (jippie!), und da es für Buttercreme vermutlich zu warm sein wird und das Brautpaar definitiv keinen Fondant möchte, habe ich Marzipan ausprobiert. Dafür habe ich eine fertige Marzipandecke gekauft. ABER:
  • Die fertige Marzipandecke war so fest (ich konnte sie ja nicht kneten), dass es unmöglich war, sie ohne Falten um die Torte zu legen.
  • Das rosa der Johannisbeeren hat durch das Marzipan durchgeschnienen, und beige und rosa war irgendwie eine gar nicht appetitliche Kombination.
  • Marzipan und Johannisbeeren passen mal so überhaupt nicht zusammen! Wir haben das Marzipan nachher beim Essen immer heruntergenommen.
  • Auf dem Fotos sieht man es nicht so stark, aber die weissen Spritzguss-Formen sahen richtig blöd aus. Der Guß war zu fest und kam krümelig aus der Spritztülle.
Hrmpf. Danach war ich ein bisschen desillusioniert.

Das hat sich zum Glück in der Woche danach komplett geändert:

Schoko-Torte mit Marzipan-Quilting



Nochmal von vorne, dachte ich mir, und diesmal ganz anders. Diese Torte ist auch mit Marzipan überzogen, aber nicht mit einer fertigen Decke, sondern mit dem roten Marzipan, das ich aus Amsterdam mitgebracht hatte. Das gibt es (zumindest in Holland) genauso wie Fondant in 250g- oder 1kg-Päcken, und es lässt sich ganz genauso verarbeiten. Schmeckt aber wesentlich besser!

Bei dieser Torte hat nun alles funktioniert:
  • Für das Innenleben habe ich fertige Wiener Böden vom Edeka ausprobiert, die nicht ganz so lecker sind wie selbst gemachter Biskuit, aber schon ziemlich gut.
  • Die Füllung bestand aus Kirschen und einer Schoko-Ganache. Mit meiner neuen Winkelpalette und genug Zeit und Muße habe ich es geschafft, die Torte rundherum ganz glatt einzustreichen. 
  • Das Marzipan ließ sich toll ausrollen, es klebte nicht und riss nicht und ließ sich wunderbar auf die Torte heben.
  • Ich hatte es vorher ausgiebig geknetet sowie die Ganache im Kühlschrank fest werden lassen, so dass sich jetzt alle Falten aus dem Marzipan herausstreichen ließen, während die Ganache ihre Form behielt.
  • Eine Anleitung für das Quilting-Muster werde ich noch einmal posten, es lässt sich aber mit einfachen Hausmitteln herstellen und mit genug Muße kann wirklich nichts schief gehen.
  • Das Marzipan hat auch nach 4 Tagen im Kühlschrank noch nicht geschwitzt und die Torte sah aus wie am ersten Tag.
  • Gut gekühlt war die Tortet sehr stabil, und nach einer halben Stunde bei Zimmertemperatur hat sie ihren Geschmack voll entfaltet.
Das war die Welt wieder in Ordnung!

Ausserdem gab es noch Apfel-Walnuss-Cupcakes, die aussahen wie Äpfel...davon habe ich noch nicht mal ein Foto. Die muss ich wohl nochmal machen. ;-)

Bis demnächst mit einem ausführlicheneren Post zu einem Thema. :-)


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