Schicht-Dessert mit Johannisbeeren (Trifle)



Dieses Dessert hatte ich überhaupt nicht geplant. Es war vielmehr der Versuch, aus einem verunglückten Schokoladenkuchen noch ein Dessert zu zaubern. :-)

Denn letzte Woche habe ich ein Set an Backformen gekauft: Das runde Wilton Performance Set mit 7,5cm Tiefe. Super, dachte ich, damit bin ich für alle Gelegenheiten gerüstet. Die Formen sind sehr leicht, machen einen soliden Eindruck und scheinen mit knapp 40 Euro für 4 Formen auch wirklich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zu haben.
Da ich ohnehin das Rezept für Devil´s Food Cake ausprobieren wollte, dachte ich: das ist die perfekte Gelegenheit, die neuen Formen zu testen! Und deshalb hatte ich optimistisch versprochen, zu einer Grillparty eine Schokoladentorte mitzubringen.

Zuerst muss ich sagen, dass das Rezept wirklich große Klasse ist, denn der Schokoladenteig schmeckte großartig. ABER den Umgang mit den neuen Formen muss ich noch lernen!

In meinem Enthusiasmus habe ich sie nämlich nicht eingefettet (keine Ahnung, wie ich das vergessen konnte!). Und da ich sie gleich auf Herz und Nieren prüfen wollte, habe ich den Kuchen (wie in der Anleitung angegeben) nach 10 Minuten direkt aus der Form gestürzt. Tja, Pustekuchen. Die Hälfte vom Teig blieb in der Form kleben, und der Rest des Kuchens brach durch. :-(

Irgendwie habe ich dann erstmal versucht, den Kuchen mit einem Tortenring so gut es ging, wieder zusammenzusetzen:




...und entschied dann, dass ich erstmal eine Nacht drüber schlafen müsste.

Meine (eigentlich gar nicht Back-begeisterte) Schwiegermama hat das Malheur zum Glück aber sofort pragmatisch gesehen: "Mach doch was anderes mit dem leckeren Teig! Hier (dabei hielt sie die neue Lecker Bakery hoch, die sie durchgeblättert hatte): Beeren-Streusel-Dessert. Oder so."

Daraufhin haben wir uns auf die Suche nach Rezepten gemacht und das Waldbeeren-Tiramisu von Chefkoch gefunden. Das habe ich etwas abgewandelt:

- Den Boden der Gläschen (oder einer Auflaufform) mit Biskuit-Krümeln füllen, die festdrücken und mit etwas Orangensaft begießen
- Darauf frische Johannisbeeren geben
- Die Creme aus 500g Mascarpone, 250g Joghurt, 2EL Zitronensaft und 2 Tüten Vanillezucker mit dem Rührgerät zusammenrühren und in die Formen füllen
- Oben mit mehr Biskuit-Krümeln abschließen
- Einige Stunden durchziehen lassen.


Dieses Schichtdessert (in England wird das "Trifle" genannt) war wirklich lecker. Und die Creme war so stabil, dass ich sie das nächste Mal als Frosting für Cupcakes ausprobieren möchte!

Ist euch auch schonmal beim Backen etwas so richtig daneben gegangen? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in einem Kommentar davon erzählt! :-)



7 Kommentare:

  1. Hallo Venda,

    danke für deinen lieben Kommentar bei mir :-)
    Ich finde du hast das doch noch ganz toll gelöst.
    Bei mir ist beim Backen auch schon jede Menge schief gegangen. In der alten Wohnung, in der wir vor 4 Jahren wohnten, hatte ich einen total doofen Backofen und da ist mir fast jeder Kuchen nicht aufgegangen. Die waren alle immer flach wie ne Flunder. Schrecklich!

    Liebe Grüße, Karin

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    1. Oh ja, das ist so eine Sache mit den Öfen! Zum Glück passen die angegebenen Zeiten in den Rezepten mit unserem aktuellen Ofen immer ziemlich gut.
      Beruhigend, dass dir auch sowas passiert. :-)

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  2. Das war lecker und sommerlich erfrischend.
    Tolle Kombination aus dem süßen Kuchen, den eher säuerlichen Johannisbeeren (aus unserem Garten) und der cremigen.... Creme.

    Noch ein Tipp: die Gläser nicht ganz so voll füllen wie im Bild oben, sonst krümelt man ziemlich beim Essen.

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    1. Oder sich gesittet über den Tisch beugen anstatt sich gemütlich in den Stuhl zu hängen...das hätte auch geholfen! ;-)

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  3. Bei mir geht beim Backen alles daneben - deshalb backst du und nicht ich.
    Ich hab's sogar mal geschafft einen Kuchen zu vermasseln, den man gar nicht backen musste sondern nur fertige Böden mit ner angerührten Creme bestreichen. Leider hab ich die Creme nicht gründlich genug gerührt, so dass später noch echt eklige Gelatinefetzen im Kuchen waren.

    PS: Kochen geht vieeeeeeel besser :)

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  4. gute Idee mit dem Trifle! Aber ich bin mir sicher, so saftig wie der Boden aussieht trotz Durchbruch, wäre das eigentliche Ergebnis auch toll geworden. Angesichts der Temperaturen war die "leichte" Verwendung vielleicht dann doch erfrischender ;)

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    1. Stimmt, der Boden war wirklich sehr saftig und schokoladig. Den werde ich nächste Woche auch für Cupcakes ausprobieren, gemeinsam mit deinem Teig-Rezept für die Erdbeer-Cupcakes! Dann habe ich eine ganz besondere Bestellung vor. ;-)

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