Silikonformen selbst erstellen - Erfahrungsbericht



Die Idee, eigene Formen für Kekse oder Fondant herzustellen, spukte mir schon lange im Kopf herum. Genauer gesagt seit ca. einem Jahr, als ich auf der Tortenshow 2012 die 2-Komponenten-Silikonmasse gesehen hatte.

Vor ein paar Wochen habe ich sie dann bei tolletorten.com bestellt. Die kleinste (150g)-Packung gibt es für 12,25€. Ich weiss nicht genau, was ich erwartet hatte, aber ich war von der Verpackung positiv angetan und freute mich gleich aufs Ausprobieren!



Man findet in der äußeren Verpackung zwei Plastikbehälter mit jeweils 75g von einer geruchsarmen, Knete-artigen Masse in zwei Farben:



Bevor man beginnt, diese zwei Komponenten in Berührung zu bringen, sollte man sich schon überlegt haben, welche Formen man herstellen will und alles dafür bereit liegen haben. Die Masse wird nämlich ziemlich schnell fest!

Ich wollte auf jeden Fall eine Form für einen Star-Trek-Communicator herstellen, und eine Fledermaus. In Ermangelung weiterer Ideen habe ich dann einfach mal in meiner Schmuck-Schatulle nach weiteren Möglichkeiten gesucht und ein Perlenarmband und einen Gingko-Anhänger hinzugefügt.



Und schon ging es los: Die beiden Silikon-Massen habe ich erst kurz einzeln mit den Händen geknetet und dann zusammengefügt.




Es hat nicht lange gedauert, bis die beiden Farben miteinander verschmolzen waren.



Ich habe dann kleine Stücke der Silikonmassen aus dem Klumpen gelöst, auf der Küchenarbeitsplatte etwas flach gedrückt und die Vorlagen hineingedrückt.

Da ich in meinem Enthusiasmus aber gleich die gesamte Silikonmasse miteinander vermischt hatte, hatte ich noch jede Menge übrig (die Hälfte hätte für die 4 vorher zurecht gelegten Teile locker gereicht!). Also habe ich noch schnell zwei Knöpfe und einen Piraten-Anstecker genommen und daraus ebenfalls Silikon-Formen erstellt:



Da immer noch Silikonmasse übrig war, dachte ich, ich könnte vielleicht noch mit Buchstaben den Schriftzug "Zuckerwerkstatt" in das Silikon drücken...ja, das hört sich aufwendig an, und bis ich die Buchstaben zusammen hatte, war die Masse leider auch schon ziemlich fest und ließ sich nicht mehr gut eindrücken.

Also nächstes Mal: Nur so wenig Silikon vermischen, wie man wirklich benötigt!

Die Formen habe ich dann 2 Stunden lang liegengelassen und danach die Anstecker und Knöpfe daraus entfernt. Und das Ergebnis war wirklich super: Jede noch so kleine Rille und Erhebung hat sich im Silikon abgezeichnet.



Die Förmchen kann man gut saubermachen, sie halten die Gefriertruhe und den Backofen aus und sind lebensmittelecht.

Sobald ich sie für Kekse oder Fondant eingesetzt habe, werde ich euch das Ergebnis zeigen!


Liebe Grüße aus der Zuckerwerkstatt!



3 Kommentare:

  1. Das ist ja eine coole Idee! Für Kekse möchte ich schon lange einen Stempel mit "Homemade", aber die sind ständig ausverkauft - egal wo. Vielleicht mach ich mir einfach einen selbst?

    Liebe Grüße, Karin

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    1. Hm, um eine Silikonform mit "Homemade" herzustellen, bräuchtest du erst irgendwie die inverse Form, in die du das Silikon drücken könntest. Aber ich hab da so eine Idee... Ich schreib dir mal eine Email... ;-)

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    2. Ein 3D Drucker? :)
      Alternativ: wir haben früher manchmal Kartoffeldruck gemacht, also Buchstaben usw. aus Kartoffeln "geschnitzt". Vielleicht kann man die auch als Vorlage nehmen, obwohl sie etwas feucht sind?

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