Tyrannosaurus Kex und die Pistazienwusel

Die Natur ist grausam. Schillernd, vielfältig, faszinierend...aber grausam. Das habe ich vor ein paar Tagen wieder festgestellt. Ich saß ganz ruhig in der Küche und las, und hatte mich wohl schon eine Weile nicht bewegt, als ich ein leises Rascheln im Advents-Strauss auf dem Esszimmertisch hörte.


Ganz vorsichtig habe ich das Buch sinkenlassen und gespannt auf den Tisch geschaut. Und genauso vorsichtig hat sich, Zentimeter für Zentimeter, ein Tyrannosaurus Kex hinter dem Blumentopf hervorgetraut.



Er reckte die Nase in die Luft uns schnupperte. Irgendetwas musste seine Aufmerksamkeit erregt haben.


Was konnte das nur sein? Ich liess meinen Blick über den Tisch schweifen. Na klar! Dicht gedrängt lag eine Gruppe Pistazienwusel unter dem Lichtschein der Esszimmerlampe und schlief friedlich vor sich hin.


Kaum blickte ich zurück, hatte der Kex sich schon einen gewagten Sprung weiter nach vorne getraut und suchte Deckung hinter dem Teelichthalter.


Die Wusel schliefen friedlich und verströmten - ich muss es zugeben - einen unwiderstehlichen Duft. Der Saurier schlich sich Schritt für Schritt näher an seine Beute.


Dort angekommt, ließ er ein ohrenbetäubendes Gebrüll hören...


...das die Wusel aufschreckte. Die verängstigten Leckereien drängten sich kopflos in eine Ecke des Tellers, während der grausame Fleischfresser sich bedrohlich über sie beugte.


Und es dauerte keine 30 Sekunden, bis von den Wuseln nur noch ein schauriger Rest Krümel übrig war.


Mit stolz geschwellter Brust zog der Tyrannosaurus in Richtung Heizung davon.


So ist das mit der Natur. Vielleicht hätte ich die Wusel retten sollen, aber davon hatte ich noch eine ganze Menge. Und wenn der Rex sich gut ernährt, habe ich die Hoffnung irgendwann Baby-Dinosaurier im Garten ansiedeln zu können. :-)

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Habt ein paar wunderschöne entspannte Feiertage!


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