Ein Hauch von Sommer: Ananas-upside-down-Muffins


Maria hat wieder dazu aufgerufen, Rezepte aus der neuen Lecker Bakery-Zeitschrift nachzubacken und bei ihr zu zeigen.

Dem komme ich furchtbar gerne nach, besonders nachdem mich in der neuesten Ausgabe ein Rezept sofort angesprungen hat: Die Ananas-Upside-Down-Muffins, die ich als Kuchen-Variante schon seit langem aus der Stephanie-Plum-Bücherreihe kenne.


Darf ich vorstellen: Stephanie Plum, Kopfgeldjägerin. Unvorsichtig und tollpatschig, ständig in Geldnot, trotzdem irgendwie smart und tough. Sie erlebt ihre Abenteuer in der Unterwelt von New Jersey, umgeben von skurrilen und liebenswerten Charakteren, über die man schmunzelt und die man irgendwie aus dem eigenen Leben wiedererkennt. Nicht unbedingt große Literatur, aber eine tolle Strandlektüre.

Tja, und bei Stephanie Plums traditionsbewusster Mutter gibt es gelegentlich "Pineapple Upside-Down-Cake". Mit dem Versprechen auf diese Leckerei überredet sie Stephanie immer wieder, zum Abendessen in ihr Elternhaus einzukehren. Und ich hab mich schon sehr lange gefragt, was es mit diesem Kuchen auf sich hat.

Jetzt kann ich euch berichten: Es handelt sich, wie der Name schon sagt, um gedrehten Kuchen - d.h. das, was während dem Backen unten ist (nämlich karamellisierte Ananas), ist später oben, während der leckere Rührteig, der auf der Ananas backt, später den Boden bildet.




Für 12 Stück müsst ihr zunächst 100g Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen. Rührt dann 10g Butter und 5 EL Sahne dazu und lasst 12 Ananasscheiben oder (besser) eine Dose abgetropfter Ananas-Stücke  im Karamell 2 Minuten lang köcheln. Füllt dann die Ananas zusammen mit etwas Karamell in die Mulden eines gefetteten Muffinblechs.
Für den Rührteig werden 80ml Sonnenblumenöl, ein Ei und 200g Vanillejoghurt verrührt. In einer zweiten Schüssel siebt ihr 225g Mehl, 45g Kokosraspeln, 2 gestr. TL Backpulver und 100g Zucker. Gebt dann beide Massen zusammen, rührt solange, bis alles gut vermischt ist und füllt den Rührteig auf die Ananas. Stellt das Blech für 25 Minuten bei 175° Umluft in den Backofen.
Wenn die Muffins fertig sind, müsst ihr sie sofort aus dem Blech auf Backpapier stürzen, weil sich sonst das Karamell nicht mehr aus den Mulden löst.

Etwas abkühlen lassen - reinbeißen - genießen.

Ehrlich, der Geschmack ist unschlagbar. Fruchtig, sommerlich und karamellig. Er entschädigt auch sofort für die Schweinerei, die man mit dem Karamell angestellt hat, und dafür dass die Muffins rein optisch keinen Schönheitspreis gewinnen.

Dass das mit dem Karamellisieren so einfach ist, wusste ich vorher nicht - da steht also ab jetzt einem echten Pineapple-Upside-Down-Cake a ´la Mama Plum oder auch einer Tarte Tatin nichts mehr im Weg.

Habt ein wunderschönes Rest-Wochenende!


Herzliche Grüße aus der Zuckerwerkstatt!



2 Kommentare:

  1. Das werd ich mal ausprobieren! 😊 Viele Grüße aus Köln

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    1. Mach das, ich kann sie echt sehr empfehlen!
      Inzwischen kann ich auch berichten, dass das Karamell aus Pfanne und Form mit heissem Wasser problemlos wieder abgeht!

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