Über den Tellerrand: Big Brother Mouse


Bisher hab ich mich ja strikt daran gehalten, hier von süßen Dingen zu berichten. Und das soll auch so bleiben - ausser heute.
Inzwischen gibt es ein paar Leser, die regelmäßig schauen, was ich schreibe (Danke! Ich freu mich so! ♥). Deshalb möchte ich  ausnahmesweise Werbung für eine Sache machen, die ich ganz großartig finde: Für das Big Brother Mouse - Projekt in Laos.



Laos gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Ich habe das Land ein ganz klein wenig kennengelernt, als wir 2013 mit dem Rucksack unterwegs waren. Irgendwie bekommt man ja auch als Backpacker meist nicht mit, wie das richtige Leben des besuchten Landes ist - man spricht die Sprache nicht, die Menschen (besonders in Asien) sind sehr zurückhaltend, und man macht es sich im Hostel mit anderen Reisenden, funktionierenden Klospülungen und europäisch-angepasstem Essen bequem.

Trotz allem war die Armut in Laos nicht zu übersehen, besonders in ländlichen Regionen. Die Menschen leben in Bretterverschlägen und halten sich mit etwas Landwirtschaft über Wasser, so gut es geht. Knapp die Hälfte der Bevölkerung kann nicht lesen, und zwei Drittel der Kinder brechen schon die Grundschule ab, um zuhause zu helfen.
Dabei ist Bildung meiner Meinung nach das, was einen richtigen Unterschied in der Lebensqualität ausmacht. Die Möglichkeit, sich zu informieren und informierte Entscheidungen zu treffen, ist eigentlich ein Grundrecht - kann aber kaum ausgeübt werden, wenn man nicht in der Lage ist zu lesen.


Und hier kommt Big Brother Mouse ins Spiel: Die Initiative sorgt dafür, dass Bücher in Dörfer und entlegene Regionen gelangen. Keine große Literatur, eher Geschichten mit vielen Bildern oder Sachbücher zu Ernährung und Hygiene. Diese Bücher sind oft die ersten (!) Bücher, die die Kinder (und ab und zu auch ihre Eltern) überhaupt kennenlernen. Denn in den Schulen sind Bücher reiner Luxus.

Big Brother Mouse organisiert "Book Parties", bei denen sie für jedes Kind ein Buch mitbringen und noch weitere Bücher für die Schule da lassen, so dass die Kinder ihre Bücher austauschen können.
Auf den Bildern seht ihr die Book Party im Namuan Village im Kham District, die ich gesponsert habe. Dafür habe ich Ende letzten Jahres Geld per Paypal überwiesen - das ging problemlos und war mit einem sehr netten Kontakt mit dem Projekt verbunden.


Durch unserem Besuch im Projektbüro in Luang Prabang habe ich den Eindruck gewonnen, dass das Geld wirklich 1:1 dort ankommt, wo es ankommen soll.

Also wenn ihr mal wieder überlegt, etwas zu spenden, oder Geld für einen guten Zweck zu sammeln, behaltet dieses Projekt vielleicht im Hinterkopf. Ich finde, es lohnt sich sehr!


Herzliche Grüße aus der Zuckerwerkstatt!



1 Kommentar:

  1. Mit dem Geld für den Limburger Bischofssitz hätte man übrigens in Laos für jedes Kind und vermutlich auch noch jeden Jugendlichen eine Bookparty veranstalten können.....

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