Friesentorte


Neues von der Dessert-Connection Hamburg-Wien!

Heute ist es wieder Zeit für einen kleinen gastronomisch-kulturellen Austausch. Wie letztes Mal (klick) haben Victoria aus Wien und ich uns eine Zutat vorgenommen, die in unserer Heimat sehr unterschiedlich verarbeitet wird. Trommelwirbel also für das aktuelle Thema: Zwetschgen bzw. Pflaumen.

Als noch relativ frisches Nordlicht hatte ich gesagt: "Na klar, tolles Thema! Ich wollte schon immer wissen, wie man Friesentorte macht!" Gesagt, getan - Victoria hat Buchteln für euch vorbereitet (klick), und ich habe mal gemütlich nachgeschlagen, was Friesentorte überhaupt ist.

Beim Lesen kann dann die ernüchternde Feststellung, dass ich den Mund wohl etwas zu weit aufgemacht hatte. Denn eine Friesentorte besteht aus genau drei Komponenten:

  • Blätterteig oder manchmal Mürbeteig, je nach Rezept - kein Problem
  • Sahne: Hm. Mag ich nicht besonders. Weder zum Eis, noch zum Apfelkuchen - aber als Bestandteil einer Tortenfüllung ist sie meist ok.
  • Pflaumenmus. Bähm. Mist. Mit Pflaumenmus kann ich ja so gar nichts anfangen. Frische Pflaumen sind ganz lecker - aber als einer der einprägsamsten Gerüche meiner Kindheit ist mir im Kopf geblieben, wie es im Haus gerochen hat, wenn meine Oma Pflaumenmus einmachte. Das war zum Glück nur einmal in Jahr, aber ich fand es furchtbar.

Tja. Das hätte ich mir wirklich früher überlegen können. 

Zum Glück habe ich nicht nur einen Mann, sondern auch jede Menge angeheiratete Kollegen, die Friesentorte wirklich gern mögen. Ich habe mich also vor der Herausforderung nicht gescheut und eine Friesentorte gebacken aufeinander gesetzt. 

Als Vollblut-Nordlicht und Tortenliebhaberin hätte ich eigentlich ganz viel selbermachen können: Pflaumenmus einkochen (klick) und endlich mal Blätterteig selbst ausprobieren. Aufgrund der Umstände habe ich es mir aber etwas einfacher gemacht und fertige Böden sowie Pflaumenmus aus dem Glas gekauft. 

Auf den Boden gehört eine ca. 5mm dicke Schicht Pflaumenmus, und darauf die Sahne. Diese Schichtung kann man mehrmals wiederholen - je nachdem, wie hoch man die Torte gerne hätte. Ich habe nur eine Schicht verwendet, und die Sahne mit einer Wilton-M1-Tülle in Tupfen auf das Pflaumenmus gesetzt.

Als oberste Schicht werden Blätterteig-Ecken schräg nebeneinander gesetzt. 

Schnell, einfach - und gar nicht mein Fall. Nächstes Mal denke ich vorher darüber nach, was ich mir vornehme! ;-)




5 Kommentare:

  1. Also... ich hätte dir diese Torte vom Fleck weg weggenascht *g* Nicht einmal deinem Mann hätte ich ein Stück übrig gelassen, hihi

    LG
    Viktoria

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Venda,

    das ging mir auch schon so. Man nimmt sich etwas vor und merkt dann beim Rezept lesen "Upps das mag ich ja gar nicht". Find ich super das du es trotzdem durchgezogen hast! Ich muss gestehen, es wäre wohl auch nicht mein Fall: Ich mag nicht sooo gerne Blätterteig ;o)
    LG, Karin

    AntwortenLöschen
  3. Hahaa. Du Ärmste. ;)
    Aber in mir hättest du auch eine dankbare Esserin gefunden. Ich finde die Torte klingt toll. Habe sie jedoch noch nie gegessen - und das, obwohl ich aus dem Norden komme. *hust*

    Liebe Grüße,
    Sarah Maria

    AntwortenLöschen
  4. Ich fand sie lecker. Hätte aber gern noch mehr Füllung drin sein dürfen - oder eben weniger Blätterteig. Das ist ne prima Torte, denke ich, wenn plötzlich am Sonntag die Nachbarn vor der Tür stehen: einfach den fertigen Blätterteigboden, mit Sahne und Muß bestreichen, während der Kaffee kocht und die nette ältere Dame von nebenan ist begeistert. :)

    AntwortenLöschen

Ich freue mich auf deinen Kommentar!