Das Foodbloggercamp 2014 in Berlin


Ein Erfahrungsbericht.

Foodbloggercamp 2014 Berlin

Am langen Wochenende Anfang Oktober hatte ich die Gelegenheit, mein erstes Barcamp zu besuchen.
Nanu, was ist denn das?, fragt ihr euch vielleicht.

Was ist ein Barcamp?
Ein Barcamp ist eine Konferenz. Das Besondere: der organisatorische Rahmen ist vorgegeben, aber die Inhalte der Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden wird erst vor Ort durch die Teilnehmer festgelegt.
Jeder, der sich in einem Thema besonders gut auskennt, kann einstündige Sessions anbieten, in denen er sein Wissen teilt. Jeder kann aber auch Sessions zu bestimmten Themen anfragen - und oft finden sich dann die Experten dazu.
Umrahmt wird das Barcamp von gemeinsamen Mahlzeiten und viel Interaktion in den Pausen.

Was genau habe ich also erlebt?

1. Die Sessions
Vom Wildkräutersammeln über Suchmaschinenoptimierung bis zum Befüllen von Bentoboxen wurden die unterschiedlichsten Themen angeboten. Auf dem Foto könnt ihr ausschnittsweise sehen, wie der Zeitplan und das Angebot am Freitag aussah:


Pro Sessions-Block musste ich mich für ein Thema entscheiden. Folgende Sessions sind mir dabei besonders im Kopf geblieben:

  • Sketchnotes: Das schnelle Festhalten von Informationen mit Skizzen. Grafische Protokolle von Meetings und abstrakten Zusammenhängen, hervorragend erläutert von Nicole von livelifedeeply. Hat erstmal nicht unbedingt etwas mit dem Bloggen zu tun, will ich aber bald im Job ausprobieren.
  • Foodstyling: Unglaublich, mit welchem Tricks die Profis arbeiten. Da werden für Magazinfotos die Nudeln mit Pinzette und Sekundenkleber arrangiert und Suppen schonmal mit Gelatine versetzt, damit die Inhalte einen "schwebenden" Eindruck machen. Darüber hinaus gab es aber auch jede Menge Tipps, wie man sein Essen für Fotos schöner arrangiert und es nachher trotzdem noch essen kann.
  • Urheberrecht: Darf ich berühmte Zitate auf meinem Blog verwenden? (Finger weg). Sind Rezepte an sich geschützt? (Nein.) Wie ist das, wenn ich Bücher rezensiere? (Fragt beim Verlag nach, die sind nett.)


2. Die Sponsoren
60 Foodblogger auf einem Haufen? Das ist natürlich eine tolle Plattform für Firmen, ihre Produkte zu präsentieren. Meine Befürchtung, dass die Veranstaltung einen kaffefahrtesken Anstrich bekommen würde, war unbegründet. Die Sponsoren haben uns mit tollem Essen versorgt und waren Ansprechpartner für Fragen zu ihren Produkten. Trotzdem oder grade deshalb möchte ich euch vorstellen, wer mich besonders beeindruckt hat:


  • Südtirol ist nicht nur eine italienische Provinz, sondern auch eine Lebensmittelmarke. Und die netten Vertreter des Unternehmens haben zwischendurch eine Vesperecke aufgebaut, von der ich mich gar nicht mehr entfernen wollte. Schinken, Wildsalami, Bergkäse (ein ganzer Laib) und ein Ziegenkäse, der in Kombination mit dem Apfelchutney wirklich göttlich war - ich hätte mich reinlegen können.
  • Sonnentor vertreibt faire und - nach der lesenswerten Kundenzeitschrift zu urteilen - ethisch korrekte Gewürzmischungen. Bei einer Verkostungs-Session haben mich zwei der süßen Mischungen wirklich begeistert. Denen werdet ihr hier im Blog wohl noch einmal begegnen, denn ich kann sie mir hervorragend im Kuchen oder auf Cupcakes vorstellen.
  • Die sehr sympathische Vertreterin von Villeroy & Boch hat mir beim Mittagessen erzählt, wie der Markt für Geschirr sich wandelt: Was früher normal war - zur Hochzeit wünscht man sich ein Service, das ein Leben lang hält - ist heute kaum noch der Fall. Stattdessen kaufen Paare  2 oder 4 schöne Pastateller und mixen sich ihren eigenen Stil zusammen. Spannend.


3. Die Blogger
So viele Blogger... Naturgemäß Leute , die gerne von sich erzählen. Dazwischen immer wieder besondere Exemplare, die die "Mein Haus - Mein Boot - Mein Auto"- respektive die "Meine Klickzahlen - Meine Kooperationen - Meine Leser" - Karte spielen. Für einen latent soziophoben Computernerd wie mich war das durchaus manchmal anstrengend. Gleichzeitig habe ich aber auch tolle andere Blogger kennengelernt, die ich euch gerne vorstellen möchte:


  • Johanna, die sich - ohne mich zu kennen - bereit erklärt hat, ein Hotelzimmer zu teilen. Auf meinem Bett fand ich bei der Ankunft drei wunderschöne und leckere Cakepops. Und bei einem herrlichen Gequatsche über Aufkleber, andere Blogs und Toffifee-Käsekuchen haben wir den Abend verbracht. Schaut mal bei ihr vorbei! Klick!
  • Agnieszka hat auf ihrem Blog großartige Motivtorten und andere Leckereien. Bei einem Frühstücksgespräch über Augenlasern kamen wir zufällig darauf, dass wir beide bunten Süßkram herstellen und sie die Zuckerwerkstatt sogar kannte. Leider kannte ich ihren Blog noch nicht, da sie sich nicht traut, die tollen Torten bei Facebook zu zeigen. Deshalb kann ich euch nur aufrufen, mal bei ihr reinzuschauen: Klick!
  • Mit Sophia habe ich auf der Konferenz kein einziges Wort gewechselt. Sie ist mir aber durch das strahlendste Lächeln aller Teilnehmer, gepaart mit wilden Tätowierungen aufgefallen. Dann habe ich ihr bezauberndes Buch gesehen und fand es - obwohl veganes Kochen von bunten Motivtorten ziemlich weit weg ist - einfach toll. Hier gibt es Infos dazu: Klick!


4. Die Aha!-Erlebnisse
Auf dem Barcamp wurde mein Kopf so richtig durchgepustet. Ich habe unglaublich viele neue Ideen und Pläne mitgenommen. Hier ist eine kleine Auswahl davon, die ich euch gerne noch vorstellen möchte:


  • Bianca war ein Jahr lang auf einer kulinarischen Weltreise und hat ein Buch darüber geschrieben: Die geheime Schnatterei auf Reisen.
  • Dieser Anbieter vertreibt Edelpilze, die man selbst zuhause züchtet. Wir haben ein Paket geschenkt bekommen - ich bin gespannt!
  • Quasi nebenbei habe ich von diesem großartigen Video erfahren: dem sexiesten Backvideo der Welt, mit dem ich den Artikel abschließen möchte:



Herzliche Grüße aus der Zuckerwerkstatt!

PS: Weitere Infos zum Foodbloggercamp findet ihr bei unseren hervorragenden Organisatoren Jan und Mella: Klick!

PPS: Und da ich so viel Spaß auf dem Wochenende hatte, binde ich auch noch wie gewünscht die Logos der Sponsoren ein. ;-)

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9 Kommentare:

  1. Klingt sehr toll! :)
    Und als absoluter Pilzfan bin ich natürlich extrem neidisch auf dein Päckchen. ;)

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    1. Liebe Sarah,
      schau doch mal in dein Postfach, ich habe da einen Kontakt zu Ralph, dem "Pilz-Mann" hergestellt! :-)
      Liebe Grüße, Steffi

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  2. Danke! Ich konnte mir nie ganz vorstellen, was da alles passiert und hatte dieses Jahr auch keine Zeit. Aber so habe ich eine gute Ahnung davon bekommen. Sehr interessant, aber sicher auch anstrengend.

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    1. Stimmt, Barbara, es war schon anstrengend. Aber auch so inspirierend!
      Vielleicht hast du ja Lust, nächstes Jahr nach Reutlingen zu fahren? Das müsste doch etwas näher an deiner Heimat sein, oder?

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    2. Nein, Berlin ist genauso weit bzw. genauso nah, das war auch nicht das Problem; bei mir hatte es zeitlich nicht geklappt. Diese Oktoberwochenenden könnte ich dieses Jahr alle 5fach vergeben... ;-)

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  3. Was für ein schöner Bericht! Tolle Idee, das inspirierende und anstrengende Gewusel dieser zwei Tage durch Schlaglichter wiederzugeben.

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    1. Danke Sabin, freu mich dass dir der Artikel gefällt! :-)

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  4. Huhu!
    Hier ist deine unbekannte Zimmergenossin ;-)
    Es war ein schöner Abend mit dir und ein tolles Wochenende!
    Bis bald!
    Johanna

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  5. Diese Pilzbox ist echt faszinierend. Ich beobachte mit einer Mischung aus Grauen, Vorfreude und kindlichem Interesse, wie sich das Pilzgebilde langsam aus der Box kämpft.
    Habe meinem Kollegen von der Box erzählt, der Pilze eklig findet, und dachte er würde sich gruseln, aber er fand die Idee eher gut und meinte vielleicht würde er so einen Pilz sogar mal probieren.

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